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28.02.2019 12:13:00

Deutsche Papierindustrie: Produktion leicht rückläufig – Sorten entwickeln sich unterschiedlich

Die deutsche Papierindustrie hat 2018 knapp 22,7 Mio. Tonnen Papier, Karton und Pappe hergestellt, 1,1 % weniger als im Vorjahr. „Die Entwicklung der einzelnen Sortengruppen verlief jedoch weiter sehr unterschiedlich“, so der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Winfried Schaur.

Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken e. V.
Mit einem leichten Plus von 1,6 % setzten Verpackungspapiere und –karton ihren Wachstumskurs fort. Sie machen mittlerweile 53 % des Produktionsvolumens aus. Die grafischen Papiere verzeichneten mit einem Minus von 5,2 % einen weiteren Rückgang, der auf die Stilllegung oder den Umbau von Anlagen auf andere Sorten zurückzuführen ist.

Der Anteil von Druck- und Schreibpapieren liegt bei 34 %. Hygienepapiere (-0,5 %) blieben in der Produktion weitgehend stabil. Technische und Spezialpapiere, die eine Vielzahl von Produkten umfassen, wiesen ein Minus von 1,8 % auf. Ihr Anteil an der Produktion liegt bei 7 bzw. 6 %.

Der Umsatz der Branche stieg um 5,4 % auf 15,5 Mrd. Euro. Dies ist sowohl auf die anhaltend gute Konjunktur im Verpackungsmarkt als auch auf die – insbesondere wegen dramatisch gestiegener Zellstoffpreise erforderlichen – Preisanpassungen bei den grafischen Papieren zurückzuführen. Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Zellstoff- und Papierindustrie wuchs um rund 1 % auf 40.550.


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