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Donnerstag 26.07.2018 10:02:54

Also mit Umsatzplus

Der Also-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2018 einen Konzerngewinn von 27.0 Mio. Euro (Vorjahr: 36.9 Mio. Euro) und einen Gewinn vor Steuern (EBT) von 40.5 Mio. Euro (Vorjahr: 51.4 Mio. Euro). Dieses Ergebnis wurde beeinflusst durch Währungseffekte in Höhe von -3.7 Mio. Euro, im Vergleichszeitraum lagen sie bei +3.2 Mio. Euro (Halbjahr 2017). Zusätzlich entstand ein außerordentlicher Aufwand für Strukturoptimierungen in Höhe von 5.3 Mio. Euro. Bereinigt um diese Effekte betrug das EBT 49.5 Mio. Euro (Vorjahr: 48.2 Mio. Euro). Der Umsatz entwickelte sich bei stabilen Marktanteilen von 4.130 auf 4.181 Mio. Euro (+1.2 %).
„Wir haben in den letzten Jahren durch eine Vielzahl von Maßnahmen die Basis für die Optimierung unserer Struktur geschaffen. Unsere Investitionen in ein einheitliches ERP-System (SAP), in Customer Relationship Management Software und in eine Business Intelligence Plattform ermöglichen es dem Transformation Team, Effizienzmaßnahmen schneller als erwartet umzusetzen. Wir schätzen, dass mit einem einmaligen Einsatz von 12-15 Mio. Euro Einsparungen im Volljahreseffekt von 25-30 Mio. Euro ab dem zweiten Halbjahr 2019 erzielt werden. Wir erwarten in den nächsten sechs Monaten bereits erste positive Effekte“, erklärt Gustavo Möller-Hergt, CEO der Also Holding AG (SIX: ALSN). „Wir sind einen großen Schritt vorangekommen in unserer digitalen Transformation und werden unter gleichzeitiger Schärfung des Kundenfokus weiterhin mit Nachdruck unsere Effizienz und Effektivität verbessern sowie zusätzliche Potenziale ausschöpfen“, so Möller-Hergt weiter.
Nach der erfolgreichen Harmonisierung der IT Systeme werden Administrationsfunktionen wie zum Beispiel Produktmanagement und Auftragserfassung optimiert und auf den Kundenbedarf zugeschnitten. Gleichzeitig werden nationale Vertriebsorganisationen gestärkt und Kompetenzen für neue Produktkategorien wie zum Beispiel 3D Printing, Security und Internet of Things (IoT) sowie das Consumptional Business in Kompetenzzentren erweitert. Mit diesen Maßnahmen verschlankt das Unternehmen seine Prozesse, stärkt seinen Kundenfokus und senkt gleichzeitig die Kosten.

Marktsegment Zentraleuropa
Im Marktsegment Zentraleuropa (Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz) sanken die Umsätze um -2.2 % auf 2.494 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen hat bewusst auf Aufträge verzichtet, deren Profitabilität fraglich war, vor allem in Deutschland. Die EBT-Marge lag bei 1.3 % (Vorjahr: 1.3 %). Hierin sind Restrukturierungskosten enthalten. Die Verbesserung des Umsatzes und des Gewinns in der Schweiz konnte die Effekte der Restrukturierung zum Teil kompensieren.

Marktsegment Nord-/Osteuropa
Die Umsätze im Marktsegment Nord-/Osteuropa mit Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden und Slowenien stiegen um 4.0 % auf 1.866 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die EBT-Marge sank auf 0.4 % im Vergleich zu 1.0 % im Vorjahr. Neben den Restrukturierungseffekten wirkten sich in diesem Segment insbesondere die Währungseffekte negativ aus.

Solutions und as-a-Service wachsen weiter
Die direkte Übernahme des Geschäftes eines größeren Kunden durch einen Hersteller bremste das Umsatzwachstum im Bereich Solutions im ersten Halbjahr 2018. Kompensiert wurde dies primär durch die Erweiterung des Kundenportfolios. Der Bereich as-a-Service ist mit ca. 10 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Am stärksten wuchs hier der Bereich IT-as-a-Service („Consumptional Business“) mit rund 40 %.
Für das Gesamtjahr 2018 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einer höheren Umsatzsteigerung als das von Gartner prognostizierte Marktwachstum. Auf bereinigter Basis soll der Konzerngewinn erneut stärker wachsen als der Umsatz. Also bestätigt seine Mittelfristziele: Das Unternehmen strebt ein Umsatzwachstum auf zehn bis vierzehn Mrd. Euro sowie eine EBITDA-Marge von 2.1 bis 2.6 % an. Der Anteil von Solutions soll dabei rund 30 % betragen und im Bereich as-a-Service werden rund 10 % angestrebt. Die genauen Verhältnisse werden auch von der Gewichtung allfälliger Akquisitionen abhängen.
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