Digital-Imaging - NEWS  
Donnerstag 12.10.2017 09:12:58

DJI mit eigenem Objektiv-Bajonett sowie Drohnentracking-System für Behörden

DJI setzt nun auf ein eigenes Kamera-Bajonett.
DJI präsentiert die Kamera Zenmuse X7, die für die Nutzung am Camcopter Inspire 2 optimiert ist. Sie besitzt einen Super 35 Sensor mit 14 Blendenstufen Dynamik-Umfang und ist in der Lage Standbilder mit 24 Megapixeln und 6K Videos (30p) im Cinema DNG RAW-Format bzw. 5,2 K Videos im Apple Pro-Res-Format aufzeichnen. Sie wiegt mit 16 mm- Objektiv 631 g, und hat am Inspire 2 eine Flugzeit von bis zu 23 Minuten. Die D-Log curve und der D-Gamut RGB-Farbraum soll die Möglichkeiten in der Nachbearbeitung erweitern. Die Kamera kostet knapp 2.999 Euro, die Objektive je 1.499 Euro.
Neu ist das Bajonett: der DJI DL-Mount, für den zeitgleich Objektive mit Brennweiten von 16, 24, 35 und 50 mm vorgestellt wurden - alle mit einer Lichtstärke von F 1:2,8. Die drei letztgenannten verfügen über einen mechanischen Verschluss.


Areoscope
Bei DJI Aeroscope handelt es sich um ein System für Behörden, das bereits vorhandene Technologie zur Erkennung und Überwachung von Drohnen nutzt und gleichzeitig Sicherheits- und Datenschutzfragen berücksichtigt.

Aeroscope nutzt die Kommunikationsverbindung zwischen einer Drohne und der Fernbedienung, um grundlegende Telemetriedaten, wie GPS-Position, Höhe, Geschwindigkeit oder Flugrichtung und die Registrierungs- oder Seriennummer zu erfassen. Sicherheitsbehörden, Luftfahrtbehörden und andere autorisierte Parteien können den Aeroscope-Empfänger verwenden, um diese Informationen zu sammeln, zu analysieren und zu verarbeiten. Aeroscope ist bereits seit April an zwei internationalen Flughäfen installiert worden und wird auch an anderen Orten getestet.

„Da Drohnen mittlerweile im Tagesgeschäft von Unternehmen oder auch zur Freizeitgestaltung zunehmend eingesetzt werden, wollen Behörden sicherstellen, dass sie im Luftraum überwacht und verfolgt werden können, wenn sie sich beispielsweise in der Nähe von sensiblen Gebieten wie Flughäfen aufhalten“, erklärte Brendan Schulman, Vice President for Policy and Legal Affairs bei DJI. „Aeroscope entspricht diesen Anforderungen durch eine einzigartige und zuverlässige Technologie, die einfach zu bedienen, erschwinglich und schon jetzt einsatzbereit ist.“

DJI stellte das Echtzeit-System heute in Brüssel (Belgien) vor. Die Live-Demonstration zeigte, wie der Aeroscope-Empfänger eine Drohne beim Einschalten sofort entdeckt und dann die GPS-Position auf einer Karte in Echtzeit darstellt sowie die Registrierungsnummer identifiziert. Diese Nummer ist das Äquivalent eines Drohnen-Nummernschildes und kann von den Behörden genutzt werden, um den Besitzer einer Drohne zu ermitteln.

Aeroscope ist mit allen aktuellen Modellen von DJI kompatibel. Analysten schätzen, dass sie annähernd zwei Drittel des weltweiten zivilen Drohnenmarktes ausmachen. Da Aeroscope die vorhandene Kommunikationsverbindung einer Drohne nutzt, sind in der Drohne selbst keine zusätzlichen Elemente erforderlich, welche Kosten verursachen, das Gewicht erhöhen oder die Lebensdauer der Batterien verkürzen würden.Andere Drohnenhersteller können ihre vorhandenen und zukünftigen Drohnen-Modelle ebenfalls mit AeroScope konfigurieren, um diese Technologie zu nutzen.

Aeroscope verzichtet auf eine internetbasierte Schnittstelle. Um die Privatsphäre von Personen und Unternehmen beim Drohnenflug zu schützen, werden die gesammelten Informationen ausschließlich lokal auf dem Aeroscope-Empfänger dargestellt.

Der Bedarf der Behörden, auffällig gewordene Drohnenflüge zu identifizieren, hat eine immer größere Relevanz, steht jedoch im Kontrast zum Recht von Piloten, Drohnen ohne eine allgegenwärtige Überwachung zu fliegen. DJI ist mit Sicherheitsvorteilen wie Geofencing und Sense-and-Avoid-Technologie bereits branchenführend und glaubt, dass Aeroscope ein angemessenes Gleichgewicht bei der Drohnenregulierung bringen wird – ohne Piloten beim Fliegen einzuschränken.

Die Einstellungen für die Drohnen-Erkennung werden in der Drohnen-Software von DJI enthalten sein, damit Piloten den Inhalt ihrer eigenen Identifizierung auswählen können. Um die Privatsphäre der Piloten zu schützen, übermittelt das Aeroscope-System keine persönlich identifizierbaren Informationen automatisch, bevor Vorschriften oder Richtlinien in der Gerichtsbarkeit des Piloten dies nicht erfordern.

„Die schnelle Einführung von Drohnen hat neue Bedenken in Bezug auf Sicherheit, Schutz und Privatsphäre hervorgerufen, aber diese müssen mit den unglaublichen Vorteilen verglichen werden, die Drohnen der Gesellschaft bereits gebracht haben“, sagte Schulman. „Sorgfältig implementierte elektronische Drohnenerkennung kann bei Problemen in der Gesetzgebung helfen und restriktive Gesetze verhindern. Die neue Technologie bietet Rechenschaftspflicht, ohne die Privatsphäre der Piloten zu verletzten und Kosten zu verursachen. DJI ist stolz darauf, Lösungen zu entwickeln, die dazu beitragen, diese Vorteile umfassend zu verbreiten und gleichzeitig den Behörden zu helfen, die Luftraumsicherung zu gewährleisten.“
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