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Mehr als 360 Besucher auf der Compass Convention

Auf der Suche nach neuen Managed Services

Die sechste Compass Business Convention lockte vom 26.–28. Juni gut 360 Führungskräfte der Compass-Gruppe sowie Vertreter der Industrie- und Distributionspartner nach Fulda. Im Mittelpunkt der hochkarätigen Veranstaltung stand die Weiterentwicklung der Gruppe vor dem Hintergrund der sich beschleunigenden digitalen Transformation. Dreh- und Angelpunkt dabei sind die ‚Compass Managed Services‘ (CMS), die konsequent ausgebaut werden. Damit soll ein stabiles Wachstum deutlich über dem Marktdurchschnitt auch für die nächsten Jahre sichergestellt werden. Insbesondere für die POM-Mitglieder (Paper Output Management) ist es essenziell, ihr Business angesichts des stagnierenden Marktes um neue Services zu erweitern.

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Dirk Henniges: „Zunächst gilt es, im Output-Markt auf der Gewinnerseite zu bleiben. Und wir sind ja nicht umsonst auf der Suche nach neuen Managed Services.“
Gefragt nach der aktuell größten Herausforderung für ihn, muss Dirk Henniges, Geschäftsführer der Compass Gruppe, nicht lange überlegen: „Die Heterogenität der Gruppe. Die macht es zu einer echten Herausforderung, gemeinsame Shared Services zu entwickeln, die für die Mehrzahl der Mitglieder passt.“ Das überrascht insofern, als dass die Gruppe für ein hohes Maß an Commitment steht. Zudem sind die Compass-Mitglieder – zumindest von außen betrachtet – eine durchaus homogene Gruppe mit einem klaren Fokus auf zwei Geschäftsfeldern: Paper Output Management (POM) und IT-Infrastruktur-Geschäft.

Henniges‘ Aussage spiegelt jedoch etwas anderes wider: den hohen Anspruch, den man in Overath an die gemeinsame strategische Weiterentwicklung der Gruppe stellt. Es geht eben nicht nur darum, irgendwie über die Runden zu kommen, sondern dass die Mitglieder sich so aufstellen, dass ihr Geschäftsmodell langfristig trägt. Dreh- und Angelpunkt dabei sind die sog. ‚Compass Managed Services‘ (CMS). Hierzu haben die Mitglieder des Arbeitskreises IT Infrastruktur und Services (SAK ITIS) unlängst ein Benchmark zu den gängigen Angeboten im Markt erstellt. Zudem haben sie einen Überblick zu den im Kollegenkreis bereits genutzten Managed Services zusammengestellt. Neu entwickelt hat man den ‚CMS IT Service Check‘, ein Analysetool für die standardisierte Bestandsaufnahme komplexer IT-Umgebungen.

Preise für besonders innovative Projekte

eWLAN ist ein konkretes Beispiel für die erfolgreiche Vermarktung einer hochverfügbaren WLAN-Infrastruktur als Managed Service: Eingeführt wurde dieser auf der letzten Compass Convention vor zwei Jahren. Mittlerweile nutzen bereits 17 sog. ‚eWLAN Premium Partner‘ diesen Service, und man hat bereits über 450 Manntage in die Mitarbeiterqualifizierung investiert.

Rund ums Thema eWLAN wurden besonders innovative Projekte in Fulda prämiert: Ausgezeichnet wurden die Mitglieder Erhardt aus Karlsruhe im Bereich ‚Digitales Marketing über eWLAN‘, Schröter Managed Services aus Krefeld (kreativster Business Case), von Busch aus Bielefeld (erstes Projekt im Bereich ‚Digitales Marketing‘) und Regler Systems aus Beckingen (digitale Kommunikation).

Konsolidierung im POM-Markt wird Realität

Während die sich gerade beschleunigende digitale Transformation den Mitgliedern mit Schwerpunkt auf dem IT-Infrastruktur-Geschäft eher Rückenwind gibt – Stichwort Digitalisierung der Unternehmensprozesse – sieht das im POM-Bereich ganz anders aus. „Wir spüren immer mehr, dass die seit langem von uns prognostizierte Konsolidierung nun Realität wird“, so Henniges. „ Und der Preisdruck hält unvermindert an.“ Die POM-Mitglieder haben sich deshalb in den letzten Monaten ausführlich mit den aktuellen Entwicklungen im Output-Markt auseinandergesetzt. Im Februar mündete dieser Prozess dann in einem viertägigen Strategieworkshop in den Salzburger Alpen, an dem insgesamt 35 Geschäftsführer und leitende Mitarbeiter teilgenommen haben. Die Ergebnisse bestimmen die Zusammenarbeit der nächsten Jahre. Schwerunkte werden die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Solutions, sowie die Entwicklung neuer Services und Dienstleistungen sein.

Dass man im POM-Bereich mittel- und langfristig gegen eine schiefe Marktebene anläuft, dessen ist man sich in Overath freilich bewusst. „Die Ebene ist aber noch bei weitem nicht so schief, wie es mitunter den Anschein hat“, erläutert Dirk Henniges. Und verweist auf den Preisverfall bei der Hardware, der sich in den letzten zweieinhalb Jahren deutlich verlangsamt habe – von 15 % in 2015 und 9 % in 2016 auf nur noch 4 % im ersten Halbjahr 2017. Grund für Pessimismus gebe es ohnehin keinen: Schließlich habe die Compass-Gruppe ja auch in den letzten Jahren stets bewiesen, dass man es auch schafft, gegen den Markttrend zu wachsen. „Zunächst gilt es, im Output-Markt auf der Gewinnerseite zu bleiben“, so Henniges. Und dann gelte es, gezielt in neue Geschäftsfelder zu investieren. „Wir sind ja nicht umsonst auf der Suche nach neuen Managed Services.“



Solides Ergebnis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 konnte die Compass-Gruppe die Umsätze aus dem Zentraleinkauf um 4,8% auf knapp 197 Mio. Euro steigern. Der Außenumsatz aller Unternehmen erhöhte sich um 4,5 % auf 688 Mio. Euro. Das Ausschüttungsergebnis, das nicht im Detail veröffentlicht wird, soll nach Aussage von Geschäftsführer Dirk Henniges ebenfalls proportional zum Umsatz zugelegt haben. Die Umsätze per Mai 2017 lagen leicht über Vorjahresniveau.


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