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19.08.2020 10:21:00

Turbon-Halbjahresbilanz: Corona-Krise zieht Lasertoner-Geschäft nach unten

Blick in die Turbon-Produktion in Rumänien: Die Folgen der weltweiten Corona-Pandemie haben das Ergebnis im 1. Halbjahr stark nach unten gezogen. (© Turbon)
Vor allem bedingt durch die weltweite Corona-Pandemie mussten die Unternehmen der Turbon-Gruppe in den ersten sechs Monaten 2020 einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse um 27,1 Prozent auf 21,5 Mio. Euro hinnehmen (Vorjahresperiode 29,5 Mio.). Dabei entfielen 14,9 Mio. Euro auf das Printing-Kerngeschäft (22,9 Mio.) – entsprechend einem Minus von 34,9 Prozent. Innerhalb des Printing-Segments machte das Geschäft mit wiederaufbereiteten Lasertoner-Kartuschen 6,6 Mio. Euro aus (13,9 Mio.). Dieses hat sich damit gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 de facto halbiert (-52,5 Prozent). Dagegen konnte der Umsatz im Segment Electric leicht gesteigert werden auf 6,3 Mio. Euro (6,2 Mio.). Der deutliche Umsatzrückgang in Höhe von 8,0 Mio. Euro betraf somit ausschließlich das Printing-Segment und hier insbesondere das ehemalige Kerngeschäft mit Reman-Tonerkartuschen.

Für das Gesamtjahr 2020 kalkuliert man bei Turbon mit einem Konzernumsatz zwischen 43,0 und 45,0 Mio. Euro. Die ursprüngliche Prognose war noch von 45,0–50,0 Mio. ausgegangen. Für das Segment Printing erwartet man in Hattingen Umsatzerlöse von 29,0–30,0 Mio. Euro (ursprünglich 30,0–33,0 Mio.) und für das Segment Electric einen Umsatz von 13,0–14,0 Millionen Euro (15,0–17,0 Mio.).

Das Ergebnis vor Steuern im Konzern betrug im ersten Halbjahr 2020 -0,9 Mio. Euro (Vorjahr -2,6 Mio.). Darin sind Einmalaufwendungen für Vorratsabwertungen im Printing-Segment von 0,4 Mio. Euro und für Maklerkosten im Zusammenhang mit der Vermietung der Immobilie in Hattingen von 0,3 Mio. Euro bereits enthalten. Auf die Segmente verteilt sich das Ergebnis wie folgt: Im Bereich Printing lag das Ergebnis vor Steuern bei -0,6 Mio. Euro (Vorjahresperiode - 2,2 Mio.), wobei innerhalb des Printing-Segments das Ergebnis mit Lasertoner-Kartuschen bei -0,9 Mio. Euro lag (-2,5 Mio.) und im übrigen Printing-Bereich – wie in der Vorjahresperiode – ein positives Ergebnis von 0,3 Mio. Euro erzielt wurde. Im Segment Electric wurde ein positives Ergebnis vor Steuern von 0,6 Mio. Euro erzielt.

Insbesondere aufgrund der Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie hat man in Hattingen auch die Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr 2020 angepasst. Für den Konzern wird nunmehr ein Ergebnis vor Steuern von -1,3 Mio. Euro (ursprüngliche Prognose 0,1 Mio.) erwartet. Für das Printing-Segment kalkuliert man mit -0,9 Mio. Euro und für das Segment Electric ein positives Ergebnis vor Steuern von 1,1 Mio. Euro.


Für die mittelfristige Zukunft geht man bei Turbon davon aus, dass das Segment Electric von der sich beschleunigenden Digitalisierung profitieren wird. Im Printing-Kerngeschäft rechnet man indes mit anhaltend schwächeren Umsätzen. Deshalb wolle man sich hier laut einer aktuellen Unternehmensmitteilung in den kommenden Jahren vor allem auf das Geschäft der Beteiligung in Dubai sowie das Berolina-Endkundengeschäft fokussieren. Im Händlergeschäft mit wiederaufbereiteten Lasertonerkartuschen will man sich hingegen noch stärker auf die verbliebenen lukrativen Bereiche konzentrieren. Damit sollen die anhaltenden Verluste im Printing-Segment ab 2021 endgültig der Vergangenheit angehören.

Dagegen plant man im Segment Electric eine Beschleunigung des Wachstums – sowohl organisch als auch durch Akquisitionen. Mit steigendem Umsatz wird ein zumindest proportionales Ergebniswachstum erwartet. Der ausführliche Halbjahresbericht wird am 24. August veröffentlicht.


Kontakt:
 
Turbon AG
Am Walzwerk 25
45527 Hattingen

Telefon: +49 (0) 2324 977 3008

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